Ein Campingplatz und seine Geschichte

Lange Jahre war und ist der Campingplatz ein beliebtes und geliebtes Urlaubsziel nicht nur für deutsche Gäste, sondern vor allen Dingen auch für holländische. So kam es damals, dass sich die älteste Tochter von Johannes Hampel, Karin, in einen Holländer verliebe und mit ihm nach Holland ging. Aus dieser Verbindung kamen 3 Kinder zur Welt, wovon der zweitgeborene Sohn Axel, vor nun mehr als 15 Jahren den Campingplatz übernahm.

Im Jahr 1978 wurde der Campingplatz um zwei Hardcort-Tennisplätzen erweitert, diese wurden lange Jahre durch einen Tennisverein genutzt. Im Moment sind die Tennisplätze im Campingplatz integriert und können frei von den Campern genutzt werden.

Johannes Hampel starb 1982. Der Campingplatz wurde daraufhin von seiner jüngsten Tochter Doris übernommen. Auch sie betrieb den Campingplatz lange Jahre. 1998 musste sie den Campingplatz aufgeben. Damit der Campingplatz in der Familie bleiben konnte, entschloss sich Axel, den Platz zu übernehmen. Dies geschah auch aus sentimentalen Gründen, denn Axel verbrachte in seiner Kindheit und Jugend die Sommerferien oft auf dem Campingplatz.

Seit 2004 betreiben Axel und Nicole, (Tochter von Ingrid Ekkerink) Frau von Axel den Campingplatz gemeinsam. Nicoles eigentlicher Beruf ist Kinderkrankenschwester. Doch nach der Geburt von Marek, 1. Sohn, entschloss sie sich, in das Campinggeschäft mit einzusteigen. Lustig aber wahr ist, dass Nicole auch einen Teil ihrer Kindheit auf dem Campingplatz verbrachte, da ihre Eltern damals schon das Gasthaus betrieben. Seit 1993 führte Nicoles Mama Ingrid das Gasthaus und im Alter von stolzen 76 Jahren ging sie 2013 in den verdienten Ruhestand. Es war nicht leicht einen neuen Küchenchef zu finden, doch seit 2014 haben wir mit Marco (jetziger Küchenchef) jemanden gefunden, der gut zu uns passt. Er hat mit seiner Professionalität neuen Wind in unsere Gastronomie bebracht. 


Seit 1998 sind wir dabei den Campingplatz zu modernisieren und ihn an die heutigen Ansprüche anzupassen. Aus diesem Grund war es sehr nötig ein neues Sanitärgebäude zu bauen. Dies wurde 2007, durch Roland und Friedel Becke (Dauercamper der 1. Stunde) sowie Karl-Heinz Veit (Ortsvorsteher von Brungershausen und ältester Sohn von Hellwig Veit) eröffnet. Durch den Neubau des Sanitärgebäudes bekam der Campingplatz erstmals 4 Sterne vom Deutschen Tourismusverband. In diesem Jahr wurden die 4 Sterne mit der ADAC Auszeichnung 2010 abgerundet. Diese Auszeichnung haben nur 600 Campingplätze in ganz Europa erhalten. Darauf sind wir sehr stolz.

 

Aber das sollte noch nicht alles gewesen sein, denn Weiterentwicklung ist uns sehr wichtig. Aus diesem Grund haben wir eine Zertifizierung im Umwelt-Qualitätsmanagement durchgeführt (EcoCamping) sowie in 2015 als erster hessischer Campingplatz die Auszeichnung "klimafreundlicher Betrieb" erhalten. Doch nicht nur die Hardware, sondern auch die Software soll stimmen. Daher ist es für uns selbstverständlich, uns auch in dieser Hinsicht weiter zu bilden. Seit 2012 sind wir ein serviceorientierter Betrieb der Stufe I (Servicequalität Deutschland) und jährlich damit beschäftigt immer besser zu werden.

 

In den letzten Jahren ist der Campingplatz, auch für die Menschen in der Umgebung, ein beliebtes Ausflugsziel geworden. Gerne kommen Kinderspielgruppen für einen Nachmittag zu uns, oder Eltern richten den Kindergeburtstag ihres Kindes bei uns aus. Ein Spielplatz und Pool sind für diese Gelegenheiten ein Idealer Spaßbereiter für die Kleinen.

Zum Schluss noch etwas über die Namensänderung des Campingplatzes. Der Platz bekam im Jahr 2005 den Namen „Campingplatz Auenland“, da die Namensänderung sehr wichtig für die Entwicklung des Platzes war. Diese Empfehlung wurde damals von einem Geomant
[1] ausgesprochen, der sich 1999 den Platz sehr genau angeschaut hatte. Er empfahl, den Campingplatz namentlich von der Dammhammer Mühle zu trennen, da diese eine andere Energetik ausstrahlt als das Campinggelände. Es sollte ein Name gewählt werden, der die Energie des Wassers sowie die damit verbundene Flexibilität wiederspiegelt. Als der Campingplatz wichtige Veränderungsabschnitte hinter sich hatte, war es dann im Jahr 2005 soweit auch den Namen anzupassen. Schnell kamen wir auf den Namen Auenland[2], siehe Fußnote. Einen besseren Namen konnte es nicht geben. Wir finden, perfekt für diesen Ort.
Dieser Geomant teilte uns auch mit, dass beim Wohnhaus ein Faun
[3] leben würde und das dieser Faun ständig im Kampf mit dem Wohnhaus stünde, da das Haus in seinem Lebensraum gebaut wurde. Der Geomant machte Kontakt mit diesem Faun und siedelte ihn auf die andere Seite der Lahn um.

Man kann an diese Dinge glauben oder nicht, aber wir sind der Meinung, dass von diesem Ort eine viel positivere Energie ausgeht, seit dem der Faun am anderen Lahnufer wohnt.
J

Eine kleine Geschichte vom Campingplatz Auenland, die Ihnen hoffentlich gefallen hat.
Wir haben bestimmt nicht alles erzählt, doch wenn wir damit anfangen würden, könnten wir ein ganzes Buch damit füllen.


Mittlerweile ist mit Marek und Raaf-Luka (2. Sohn von Axel und Nicole), die 4. Generation geboren. Wir sind sehr gespannt, ob einer der Zwei, oder vielleicht sogar alle Beide, diese Tradition fortsetzen werden.

 

[1] Die Geomantie ist eine ganzheitliche Erfahrungswissenschaft. Sie versucht die geistige, seelische und energetische Identität eines Ortes zu erfassen und diese bei Gestaltungen in Architektur, Kunst oder Landschaftsplanung zu berücksichtigen

[2] Flussaue, die vom wechselnden Hoch- und Niedrigwasser geprägte Niederung an Bächen und Flüssen

[3] RömischeMythologie: altrömischerWaldgeist oder Gott des Waldes, der gehörnt und bocksfüßig dargestellt wird